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Häufige Fragen

Die Venenerkrankung ist eine häufige Erkrankung. In Frankreich sind über 18 Millionen Menschen davon betroffen. Sie betrifft in der Mehrzahl Frauen (57% Frauen und 26% Männer). Die Venenerkrankung ist durch einen gestörten Venenrückfluss gekennzeichnet. An den Beinen wird der Venenrückfluss durch die Wirkung der Schwerkraft erschwert. Die Kompressionstherapie leistet hier einen wichtigen Beitrag, die Schwerkraft zu überwinden und eine gute Blutzirkulation wiederherzustellen.

 

Was bedeutet Venenrückfluss?

 

Als Venenrückfluss bezeichnet man den Mechanismus, bei dem das sauerstoffarme, schadstoffbeladene Blut gereinigt wird. Dieser Venenrückfluss ist an den Beinen erschwert, da die Wirkung der Schwerkraft verhindert, dass das Blut nach oben fließt.

 

Was sind die Risikofaktoren?

 

Erster maßgeblicher Faktor ist die Vererbung. Mehr als jeder Zweite, der an einer chronischen Venenerkrankung leidet, hat ein Elternteil, das ebenfalls betroffen ist.Andere erschwerende Faktoren sind:

- Längeres Sitzen oder Stehen

- Stehende Tätigkeit

- Wärme (Sonne, Bodenheizung, ...)

- Übergewicht

- Schwangerschaft

- Alter

- Tabak

 

Wie schreitet die Venenerkrankung fort?

 

Die Venenerkrankung ist eine fortschreitende Erkrankung. Durch frühzeitige Versorgung kann eine starke Schädigung des Venensystems vermieden werden. Das Auftreten von Besenreisern (kleine, bläulich-rote Venen am Bein) ist ein Vorbote der Erkrankung.

In extremen Fällen können altersbedingt Komplikationen auftreten, die den Zustand der Haut verändern (Ekzem, Dermatitis, Geschwür, ...).

 

Welche Behandlungen gibt es?

 

Die Venenerkrankung kann auf verschiedene Weise behandelt werden:

In der Mehrzahl der Fälle (schwere Beine, Unwohlsein, ...) ist die Kompressionstherapie die wirksamste Behandlung.

Unterstützend kann eine medikamentöse Therapie (Venentonika) eingesetzt werden. Bei der Behandlung der Krampfadern kommen in Kombination mit der Kompression operative (Stripping, ASVAL, Endolaser, ...) und chemische (Sklerotherapie) Verfahren zum Einsatz.

Eine fortgeschrittene Venenerkrankung geht oft mit einer Verschlechterung des Hautzustands einher. Die Behandlungen sind langwieriger und erfordern eine geeignete Versorgung (Pflegehandlung, Verwendung von Binden, Strümpfen, ...). Es können Behandlungen in speziellen Einrichtungen vorgeschlagen werden (Thermalkur, drainierende Massage, ...). Nicht zuletzt kann eine aktive, vorbeugende Lebensweise zusammen mit dem Tragen von Kompression das Fortschreiten der Erkrankung reduzieren.

 

Was ist medizinische Kompression?

 

Die medizinische Kompression ist eine Therapiemaßnahme. Der Kompressionsstrumpf ist ein Medizinprodukt.

Wie ein Medikament erfüllt es strenge Anforderungen und wird durch akkreditierte Einrichtungen (französisches Institut für Textil und Bekleidung IFTH und ASQUAL-Zertifizierung) geprüft. Seit 1997 besteht ein internationaler Konsens für die medizinische Kompression als Therapie der ersten Wahl bei Venenerkrankungen.In Frankreich wurde diese Empfehlung 2004 von der Gesundheitsbehörde ANAES übernommen.

Basis der medizinischen Kompression ist ein elastisches technisches Textil, das in Form von Strümpfen, Schenkelstrümpfen, Strumpfhosen und Binden erhältlich ist. Sie trägt wesentlich zum Venenrückfluss bei, denn sie hilft die Schwerkraft zu überwinden und fördert die Blutzirkulation. Die medizinische Kompression wird als „degressiv” bezeichnet. Das bedeutet, dass der Druck am Knöchel stärker ist und am Bein nach oben hin graduell abnimmt.

 

Welche Unterschiede gibt es in den Klassen?

 

Die medizinische Kompression gibt es in 4 Druckstufen: Klasse 1, Klasse 2, Klasse 3 und Klasse 4. Die Kompression der Klasse 2 wird am häufigsten verwendet. Jede medizinische Kompressionsklasse ist auf klar definierte Symptome und klinische Zeichen ausgelegt.

 

Sind sie leicht zu bekommen und wie trifft man eine Wahl?

 

Ihr Spezialist wird Ihnen eine für Ihren Fall geeignete Behandlung empfehlen. Medizinische Kompressionsprodukte sind in Apotheken, Sanitätshäusern, usw. auf Rezept erhältlich.

Die Wahl sollte sich an der Schwere der Venenerkrankung, der Empfehlung des Spezialisten, aber auch an Ihrem Lebensstil orientieren.

 

Welche Kontraindikationen gibt es?

 

Wie für jede Behandlung gibt es Kontraindikationen für das Tragen von medizinischen Kompressionsprodukten:

- Arterielle Verschlusskrankheit der unteren Extremitäten

- Diabetische Mikroangiopathie

- Arterielle Geschwüre

- Nässende infektiöse Hauterkrankungen

- Allergie auf Textilien.

Contact

Tél : 04 77 91 30 30 - Fax : 04 77 79 62 66

73, rue de la Tour BP 78 - 42002 Saint Etienne Cedex 1 France